Ausflug in die Welt der Honigbiene

  • Die Honigbiene ist die effektivste unter den vielen tausenden Bienen und Insekten, denn 80% der Blüten werden von Honigbienen bestäubt.
  • Gebe es keine Honigbienen auf der Erde so gäbe es keine Lebensmittel wie, Kakao, Nutella, Schokolade, Gewürze, Öle, Obst, Gemüse, all diese Blüten werden von Bienen bestäubt.
  • Bei den Bienen kann die Königin das Geschlecht der Nachkommen ganz einfach selbst bestimmen.
    Ei wird von ihr befruchtet = eine Arbeiterin entsteht, Ei wird nicht befruchtet= ein Männchen entsteht. Eine Königin legt tatsächlich bis zu 2000 Eier am Tag!
  • Ein starkes Bienenvolk zählt insgesamt bis zu 50.000 Bienen.Hofbienerie Glueckliche Bienen
  • Die Bienen sind ihr eigener Architekt. Sie machen ihren Baustoff (den Wachs) selbst und klimatisieren ihr Zuhause dann auch. Die Biene hat sich ihren eigenen Baustoff geschaffen. Das ist vergleichbar mit einem Maurer, der sich  seine eigenen Ziegel herausschwitzt. Die Bienen schwitzen nämlich über ihre Wachsdrüsen ihren eigenen Baustoff, den Wachs.
  • Bienen erzeugen in ihren Kopfdrüsen eine Milch, dies als Gelee royal bezeichnet wird. Diese Milch wird an den Bienennachwuchs gefüttert mit dem gleichen Potenzial an Infektionsschutz bei unserer Muttermilch.
  • Das Aufgabengebiet der Bienen ist sehr umfangreich und doch gibt es kein Spezialistentum. Baubiene, Brutpflegebiene, Putzbiene, Wächterbiene, Heizbiene, Futterweitergabe-Biene, Königinnen Hofstaat-Biene und nicht zu vergessen, die kampferprobten und ruppigen Außendienstlerinnen, die Sammelbienen.
  • Sammelbienen benötigen ein gutes Gedächtnis. Wenn sie 10 km vom Stock entfernt sind, dann müssen sie den Weg wieder nach Hause finden. Die Sammelbiene muss lernen, welche Blüten ergiebig sind und zu welchen Zeiten Nektar zur Verfügung steht und sie muss sich in der Vegetation orientieren können.
  • Die Temperatur bei der eine Biene aufgewachsen ist bestimmt ganz klar ihre Fähigkeiten. Die Biene schafft sich für die Entwicklung des Nachwuchses optimale Bedingungen über die Aufzuchttemperatur. Im Brutnest sind 36Grad, die Baby-Bienen wachsen mit der gleichen Temperatur auf wie unsere Körpertemperatur.
  • Die sechseckige Wabenzelle besteht aus 40g Wachs und kann tatsächlich aber 2 kg Honig festhalten, ganz anders als bei uns. Wir haben manchmal 2kg Verpackungsmaterial mit 40g Inhalt.
  • Wie entsteht eine sechseckige Wabe? Die Bienen bauen um sich herum runde Zylinder. Die Zellen werden erst einmal rund gebaut, eine neben der anderen. Dann rückt ein Trupp Heizerbiene heran, erhitzt mit dem eigenen Körper den Wachs auf ca. 40 Grad. Bei dieser hohen Temperatur richten sich dann die Wachsmoleküle neu aus und es entstehe die 6-eckige Wabenzelle.
  • Die Sammelbiene findet erst für sich den kürzesten Weg zur begehrten Blüte, bevor sie im Stock über ihre Körperlängsachse die Richtung der Futterquelle tanzt und ihre Schwestern motiviert und rekrutiert. Die Richtung wird über den Stand der Sonne gesehen.
  • Die Antenne einer Biene hat Duftsinneszellen, mit ihr kann eine Biene aber zusätzlich noch die Temperaturmessung, Feuchtigkeitsmessung, Kohlendioxidmessung vornehmen.
  • Die Biene landet immer gegen den Wind auf der Blüte, da der Duft als Leitlinie angesehen wird.
  • Die Biene kann eine Blüte erst aus einem halten Meter optisch erkennen. Daher muss Sie zur Orientierung das Polarisationsmuster des Himmels und der Sonnenstand mit heran ziehen.
  • Eine rote Mohnblüte ist für die Biene ein dunkler Fleck, da kein Licht zurückkommt. Die Blüten haben das ausgenutzt und die Kronenblätter mit Pigmenten ausgestattet, so dass ein ultraviolettes Muster entsteht und das Licht reflektiert wird. Wir können das Muster leider nicht sehen.
  • Wenn eine Biene eine Blüte entdeckt hat, so hat es Aristoteles schon gesehen, dann tauchen nach wenigen Minuten mehrere Bienen dort an der Blüte auf. Auch den Schwänzeltanz hat Aristoteles schon gesehen, konnte sich diesen aber nicht erklären. Die Bienen purzelten einfach so rum…
  • Eine Biene kann ihr eigenes Körpergewicht von 60 mg mit sich schleppen.
  • Die Bienen helfen sich gegenseitig. Sie bilden Gruppen von unerfahrenen und erfahrenen Außendienstlerinnen, um ein im Stock getanztes Futterziel gemeinsam aufzufinden.
  • Die Bienen müssen nach dem Winter auf´s Klo, das passiert an warmen Wintertagen und wehe in der Nähe hängt Wäsche auf einer Leine, dann gibt es viele braune Punkte…
  • Im Winter halten die Bienen kein Winterschlaf wie viele Säugetierarten. Sie bilden eine Traube mit einer ständigen Temperatur von 25 Grad. Für diese Heizleistung wird natürlich Honig verbraucht.
  • Bienen können schon vor dem Schlupf Eigenheiten ihres Volkes wahrnehmen und im Puppenstadium bereits erlernen.
  • Bienen wird manchmal der Blütenstaub aufgedrückt uns sie kehren beim Besuch spezieller Blüten mit Rallye Streifen in den Stock zurück.
  • Bienen lieben Blattläuse. Die kleinen Krabbler bringen den Gartenbesitzer häufig zur Verzweiflung. Die Biene aber kommt ins Schwärmen, denn der Honigtau ist Läuse-Pipi und das wird von den Bienen gern vernascht und zu Waldhonig verarbeitet.
  • Mit einem voll geschlagenen Honigmagen macht sich ein Bienenschwarm auf, um ein neues Zuhause zu suchen. Jede Scoutbiene die jetzt ein neues Zuhause entdeckt, kehrt zur Schwarmtraube zurück und tanzt die Richtung, so wird sie mit nur einem Flügelschlag ganz schnell zur Wohnungsmaklerin 🙂
  • Bienen können räumlich riechen. Sie haben eine dreidimensionale Vorstellung eines Duftfeldes.
  • Ein Erdmagnetfeld scheint für die Biene wie auch für Zugvögel eine Art Richtungskompass zu sein.
  • 0,1 mg Apitoxin, diese Bienengiftmenge findet den Weg über den Stachel in die Haut des Feindes. Solange das Immunsystem des Gestochenen nicht durchdreht – eigentlich ganz harmlos.
  • Alles was nicht niet- und nagelfest ist wird im Bienenstock mit Propolis fixiert. Was ein mittelmäßig begabter Hobbyhandwerker mit Klebeband befestigt, wird mit dem Sammeln von Harzen an Blättern und Blütenknospen zu einer klebrigen Substanz verarbeitet. Schnell ein bisschen Wachs und Polle hinzugefügt und schon entsteht ein Allzweckkleber mit Desinfektionseffekt.
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